Politik als Architektur: Das Panoptikum Jeremy Benthams
über permanente Überwachung als architektonisches Prinizip und in der digitalen Welt
von Michael Reitz
Zeitreisen; Deutschlandradio Kultur (30min)
http://www.deutschlandradiokultur.de/ueberwachung-politik-als-architektur.984.de.html?dram:article_id=270330

 

 

No LAND is MINE
Interview mit Eva Schneeweiss, Kunst und Geld; Bank Spiegel der gls Bank 2013
https://www.gls.de/privatkunden/ueber-die-gls-bank/die-mitgliederbank/mitgliedergeschichten/shirin-homann-saadat/

 

 

Revolution weiterdenken - Kunstaktionen in memoriam Kurt Eisner
Wofür steht die Räterevolution heute? Diese Frage stellt die 1988 gegründete Kurt Eisner Kulturstiftung, indem sie alle zwei bis vier Jahre ihren mit 8000 Euro dotierten Kunstförderpreis vergibt - an Künstler, die "im Sinne der Freiheitsideale Kurt Eisners" Stellung nehmen. In diesem Jahr wurde er an Shirin Homann-Saadat und Marold Langer-Philippsen aus Berlin verliehen. Die Dokumentation der ausgezeichneten Projekte "Ist die Sicherheitsfrage ausstellbar?" und "Raeteradio" ist heute und morgen im Kunstraum München zu sehen. (...)
Bei Shirin Homann-Saadat ging es in Berlin nur noch um "absurde Sicherheitsfragen", zumindest als sie eine Kiste mit Minen- und Streubombenhülsen im Paul-Lobe-Haus des Deutschen Bundestags präsentierte, wie sie auch im München zu sehen sein werden. Die wirtschaftspolitischen Fragen wurden davon völlig überschattet, etwa: Wer profitiert vom Verkauf von Streubomben und Minen? Um gegen Waffenhandel und absurdes Sicherheitsdenken zu demonstrieren, hat die Künstlerin am Freitag im Sicherheitskonferenz-Zimmer des Bayerischen Hofs zusammen mit einem buddhistischen Mönch für den Frieden meditiert. Außerdem hat sie in der Kardinal Faulhaber Straße, wo Eisner am 21. Februar 1919 ermordet wurde, auf Postkarten Unterschriften gesammelt, um sie zu verschicken - an den Bundestag.
Süddeutsche Zeitung 11/08 Jürgen Moises

 

Der Körper als Gefängnis
Gender und Rollenbilder – Iranische Gegenwartskünstler im Pergamonmuseum
(...) Gegenüber die Reliquien-Kiste von Shirin Homann-Saadat: sie birgt Relikte einer fiktiven Reise, ein Sammelsurium, gesehen und geborgen von einer spezifisch weiblichen Sensibilität für Naturgeschichte und Bewusstseinserweiterung in der Salzwüste im Herzen Irans. (...)
Frau Shirin Homann-Saadat, wie viel von Ihnen selbst steckt in der Gestalt der Gertrude B.(ell), der Sie Ihre „archäologische Kiste“ zuschreiben?

Gertrude B. und ich lieben Horizontlinien; Wüsten, Berge und – in meinem Fall – das Meer. Wir können beide nicht lange an einem Ort bleiben. Wir haben beide den Iran bereist und darüber geschrieben; Gertrude tat dies weitaus professioneller als ich. Ihr Hintergrund war auch ein völlig anderer: Für sie war der Iran eine Wunderkammer, die es zu entdecken galt. Für mich war der Iran lange Zeit ein Korsett, das unangenehm drücken kann.
Gertude B. ist nach Ihren Angaben eine Fiktion. Ist der Blick in die Vergangenheit immer ein fiktiver?

Wenn wir versuchen, ehrlich zu bleiben, ist er das in den seltensten Fällen. Für mich gibt es kaum etwas, was meine Phantasie mehr anregt als Fakten. Da ich jedoch Kisten baue und Geschichten erzähle, habe ich die wunderbare Freiheit, die Farben des Regenbogens ein wenig filtern zu dürfen.
Frauen kommen bildlich – bis auf das kleine Portrait – kaum in Ihrer Arbeit vor. Inwieweit nähern Sie sich in dieser Überwindung des Abbildes der konzeptuellen und islamischen Kunstauffassung?
Gegenfrage: Wie viele bildliche Darstellungen von Lebewesen gibt es auf beziehungsweise in meiner Kiste? Es gibt das Portrait von Gertrude und das Bild von ihr und ihrem Freund, dem Komponisten John C. Ferner gibt es Abrollungen, auf denen scheinbar nur Frauen und Tiere zu sehen sind. Es geht mir also eher um die „Proportion der Abbildungen von Männlich und Weiblich“ als um ein Vermeiden von Bildern. Während des Kistebauens dachte ich an den öffentlichen Raum Teherans, dessen Fassaden mit unzähligen megalomanen Männerbildern gepflastert sind. Natürlich sind die meisten dieser Männer ganz besondere Männer, nämlich Märtyrer. Ich mag jedoch weder die großen Werbeplakate nackter Frauen im Westen, noch gefallen mir die großen Männer an Teherans Fassaden. Strukturell halte ich beide Varianten für ortsspezifische Propaganda, deren Werte ich nicht teilen kann. Es geht vielleicht weniger darum, „ob“ Bilder eingesetzt werden, sondern darum, „wie“ sie benutzt werden.
Gibt es eine dezidiert weibliche Form der Erkenntnis?

Ich persönlich glaube an Unterschiede, bin mir jedoch nicht sicher, ob ich sie im Bereich der Erkenntnis ansiedeln würde. Was meine Darstellung der Frauen betrifft, so sind sie neben Sammlerinnen und Beobachterinnen auch Wesen, die wilde Tiere bändigen oder gar schützen. Sie sind Menschen, die geschlechtsspezifische Kleidervorschriften ignorieren, Pumumbapflanzen kauen und die ihren amerikanischen Lieblingskomponisten, Johnny Cash, samt seiner Kompositionen in die Wüste mitschleppen.
Inländer 09/08 Simone Gurski

 

Gender Roles in Iran - Between Taboo and Transcendence
(…) Shirin Homann-Saadat, the only participating artist who grew up in Germany, explores the environment housing the exhibition in an ironically playful manner. Her "Archaeology Box 003/Iran" has salvaged artefacts and fragments from the biography of a woman archaeologist from the early 19th century, presented in a "typical museum" manner. (…) The initial confusion arises from the realisation that freedom, female self-determination, and a life in harmony with nature were only possible among the nomadic tribes in rural Iran. This artistic "field research" follows various themes up to the present: the raw materials that are so abundant in Iran play a role in Homann-Saadat's fiction as well as the treatment of Western "women's illnesses" and modern computer technology. (…)
Ariana Mirza, translated by Nancy Joyce; Qantara 08/08

 

Naqsh - Einblicke in Rollenbilder und Gender in Iran,  Pergamon Museum  Berlin
Ulrike Meitzner, Kulturradio RBB; 07/08 (MP3)

 

Zwei Farben: Rot und Gold: Explosive Schmuckschatulle. Die Berliner Künstlerin Shirin Homann-Saadat sammelte Landminen und vergoldete sie zu funkelnden Ausstellungsobjekten
(…) wie explosiv die Kombination der zwei Farben Rot und Gold ausfallen kann, zeigt die samteingeschlagene Kiste der Baumeister-Autorin und Künstlerin Shirin Homann-Saadat: Die funkelnden Objekte auf rotem Hintergrund sind keine wertvollen Schmuckstücke, sondern mit Blattgold überzogene Landminen, wie sie derzeit etwa in Bosnien und im Kosovo vergraben sind. Ein Sprengkörper kostet keine zwei Dollar, die Entschärfung etwa das Tausendfache. Homann-Saadat verfremdete die Explosionskörper zu kunstvollen Ausstellungsobjekten, deren rot-goldene Wertigkeit eine Realität umkleidet, die Luxus und Vergnügungswelten gerne ignorieren. (Die Landminen sind in der Ausstellung „Explosives Erbe des Krieges“ zu sehen, bis zum 11. Januar im Paul Löbe Haus des Deutschen Bundestags, Westfoyer).
Sandra Hofmeister, Baumeister 12/07

 
Achtung Sprengarbeiten!

Eine Sprengung ist immer eine Sensation. Grund genug für die NGBK, dem Thema eine sensationelle Ausstellung zu widmen, deren Fokus auf drei Schwerpunkten liegt: Spektakel, Intervention und Gefahrenzone. Die künstlerischen Arbeiten zeigen Sprengungen als Waffe und Werkzeug, als Bedrohung und Machtausübung, als praktisches Hilfsmittel und einfache Spielerei. Shirin Homann-Saadat zum Beispiel ordnet vergoldete Minen in einem Holzkasten an, sodass sie wie kostbare Schmuckstücke wirken. Die Künstlerin will damit schildern, welch hinterhältiges Kampfmittel sich die Menschheit ersonnen hat. Neben Videos und den Ergebnissen lustvoller Spektakel wird auch die humorvolle Aktion Ulrike Mohrs präsentiert, in der zahlreich vorhandene Risse in den umliegenden Gebäudeteilen der Galerie aufgezeichnet werden. Die Künstlerin bezieht sich dabei auf einen Arbeitsvorgang, der aus versicherungstechnischen Gründen vor jeder Sprengung vorgenommen werden muss. Ort: Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin FTD-Bewertung: 5 von 5 Punkten
Constanze Suhr, Financial Times Deutschland online 10/07

 

Deckel zu
Eine Anti-Minen-Ausstellung und die Frage,
ob auch das Scheitern in der Sicherheitsfrage ausgestellt werden kann.

Die Ausstellung „Explosives Erbe des Krieges“ im Paul-Lobe-Haus des Deutschen Bundestags dokumentiert die Arbeit der Anti-Landminen-Kampagne und zeigt ihre Erfolge auf. Vor allem aber will ihr Initiator, das Aktionsbündnis Landmine.de, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die nach wie vor bestehende globale Herausforderung durch Minen und Streumunition lenken. Die Website des Deutschen Bundestags wie die des Aktionsbündnisses werben mit einem typischen Opferfoto für die Ausstellung. Zwei hübsche junge Afrikanerinnen gehen an viel weniger hübschen Krücken. Ein Fehltritt der Mädchen kostete sie ihr Bein. Man darf das humanitär-empörte „Seht her!“ einer solchen Opferfotografie für fragwürdig halten. Weit weniger fragwürdig erscheint da das Kunstobjekt der in Berlin lebenden Künstlerin und Architektin Shirin Homann-Saadat: eine alte Munitionskiste, voll gepackt mit einer entschärften Mine und Streumunition. Nun leben wir aber in Zeiten der Terrorangst. Da ist dann auch entschärfte Munition gefährlich, sofern sie zugänglich in einer Kiste ruht. Sie könnte ja gestohlen werden. Am besten also, man macht die Kiste zu. Geschieht das mit Hilfe des Deckels und zweier Vorhängeschlösser, dann kann sie Bundespräsident Wolfgang Thierse bei der Eröffnung der Ausstellung symbolträchtig aufschließen. Das ist dann ein Akt, aus dem ein schönes symbolträchtiges Foto folgt, wie es im Internet-Bildarchiv des Bundestags zu bewundern ist und das den Bundestagspräsidenten und die Schauspielerin Ulrike Folkerts vor der geöffneten Kiste zeigt. Leider erfährt man in der Bildzeile nicht, dass es sich bei der Kiste um ein Kunstobjekt handelt, und entsprechend wird auch der Name seiner Urheberin nicht genannt. Wahrscheinlich wurde der Umstand gar nicht erwogen, dass es einer besonderen Sorgfalt bedarf, unter das erläuternde Ausstellungsmaterial ein völlig heterogenen Kunstobjekt zu mischen. Als die Kiste erst einmal fotogen geöffnet war, kam es jedenfalls zu Misstönen. Man entdeckte, dass Shirin Homann-Saadat einen Zettel an der Kiste angebracht hatte mit ihrem Namen und der Notiz, die Kiste müsse wegen Sicherheitsbedenken geschlossen gezeigt werden. Die Bundestagsverwaltung stellte nun fest, dass die Kiste gar nicht mit Vohängeschlössern, sondern einer Glasplatte gesichert werden sollte. Dem habe die Künstlerin zugestimmt. Shirin Homann-Saadat widerspricht dieser Darstellung. Man habe über Glas diskutiert, dem sie aber nie zugestimmt habe, einen Schrein für die verfemten Objekte wollte sie nicht bauen. Hautnah sollten die Relikte die Betrachter mit der bitteren Wahrheit der globalen Kriegs- und Industriepolitik konfrontieren. Die Fixierung durch Nägel und Haken habe die Bundestagsverwaltung aber nicht akzeptiert und stattdessen Vorhängeschlösser vorgeschlagen. Auch Thomas Küchenmeister vom Aktionsbündnis Landmine.de, der die Kiste aus der Ausstellung entfernte, besteht auf Vereinbarung eines Glasdeckels. Nur das Zeigen der Munition macht für ihn Sinn. Dabei hat die Idee viel für sich, gerade die geschlossene Kiste mit ihrer Notiz könnte dem Kamf gegen die Landminen dienen. Schließlich legitimieren es Terrorangst und Sicherheitshysterie, von denen die Kiste unfreiwilliges Zeugnis ablegt, weltweit viele Länder mit den Waffen lahmzulegen, die im Paul-Löbe-Haus doch geächtet werden sollen. Brigitte Werneburg, taz 01/08 

 

Iranisch-europäische Gegenwartskunst: Atomic Fusion

Reflexionen zwischen Berlin und Teheran

In der Ausstellung "Atomic Fusion" wird die persönliche Ost-West-Erfahrung als künstlerisches Material entdeckt. Die Künstlerinnen und Künstler stammen aus iranischen Familien, leben und arbeiten aber in westlichen Metropolen wie London, Paris und Berlin. Die unmittelbare biografische Erfahrung zweier Kulturen fließt in alle vertretenen Arbeiten ein. Doch die Umsetzung dieser gemeinsamen Erfahrung geschieht auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Spielt die eine Installation mit Klischees und Erwartungshaltungen, so wirkt das benachbarte Exponat wie eine "Kunst gewordene" Aufforderung zum direkten Dialog. (…)
Nicht nur inhaltlich, auch formal bietet die kleine Ausstellung eine beachtliche Bandbreite von Positionen. So präsentiert die "narrative Architektur" von Shirin Homann-Sadat eine nüchterne, sorgsam komponierte Betrachtung von Fakten. Die intellektuelle Aufforderung, die Homann-Saadats thematischen Kartografien des Iran innewohnt, steht im Gegensatz zur sinnlichen Ansprache, die die Installation von Bijan Anquetil und Sebastien Cabour auszeichnet. (…)
Ariana Mirza, Qantara.de 03/06

 

Winners of this year's best Diploma in Architecture
Shirin Homann-Saadat, North London (...) 
When asked for design approach Homann-Saadat answered:
1.Use your body as seismograph when visiting a site
2.Regard the site as Black Box
3.Turn your findings into a story, highlight the chapters that hurt
4.Imagine pain as a song expressed in materials that form an enclosure
5.Imagine your body as testing ground for the enclosure's inside, outside and the threshold inbetween
6. If it feels good, discuss the site with locals. If it feels bad, repeat the above excercise
Ideal job: To focus on our "civilised" world and to draw a map that has no east and west
Inspiration/Heroes: Life
Design tutors comments: Shirin's work looks at rebuilding a public realm in Kosovo. With architecture students from Prishtina University she carried out research in seven locations. Intensive conversations with Kosovan women have led to a strangely up-beat but calming series of spaces to be constructed and inhabited by and for the victims of genocidal rape. The recipe is to be delivered to the women of Vushtrri this summer.
Building Design Magazine London 06/02

 

Wilde Konstruktionen, Bauland Kosovo

Der Kosovo umfasst ein Gebiet von 10.908 Quadratkilometern, die das dortige Ministerium für Umwelt und Raumplanung in 61 Prozent ländlichen Raum und 39 Prozent städtisches Gebiet teilt. 2,4 Millionen Bewohner machen die Region zu einem der am dichtesten besiedelten Gebiete Europas, wobei 42 Prozent von ihnen unter 19 Jahre alt sind. Doch die Dörfer des Kosovo bieten wenig Perspektiven, was sich seit Kriegsende an der starken Migration in die Städte ablesen lässt. Allein Prischtina explodierte von 210.000 auf 545.500 Einwohner. Die Flut in urbane Regionen und die allzu langsame Organisation derjenigen Institutionen, die neue Bauvorhaben regulieren sollen, stehen jedoch in keinerlei Verhältnis zueinander, und es sind diese asynchron verlaufenden Entwicklungen, die sich als idealer Nährboden für illegales Bauen entpuppen. Was nach dem Krieg mehr als verständlich und notwendig war, wird auch heute noch praktiziert. Offizielle Schätzungen gehen von rund 15.000 Objekten ohne Baugenehmigung aus, von denen allein 3.000 in Prischtina zu begutachten sind. Gebaut wird in Grünzonen, Parks und öffentlichen Gebieten, auf existierenden Gebäuden, ohne Rücksicht auf Umwelt, landwirtschaftliche Zonen oder im Aufbau befindliche Infrastrukturen bzw. Planungen. Und es zeigt sich schon jetzt, dass der Aufbau zuständiger Behörden und Institutionen der längst eingetretenen Zersiedlung des Landes weit hinterherhinkt. Während das Ministerium für Umwelt und Raumplanung nach wie vor um neue, vor allen Dingen genügend, Mitarbeiter ringt, haben es Bauwillige, die mit der derzeitigen Situation im Kosovo auf legale und innovative Weise umzugehen versuchen, eher schwerer als ihre wilden Baumeisterkollegen. So versucht beispielsweise eine Gruppe von Frauen aus Vushtrri, "The Vushtrri Red Black Box", die mit Architektinnen aus London und Prischtina zusammenarbeitet, in Eigenorganisation und Selbstbau eine Gebäudesequenz für die Frauen ihres Dorfes zu realisieren. Aufgrund des hohen Bedarfs eines öffentlichen Ortes für die Frauen der Region veranstaltete "The Vushtrri Red Black Box" Ausstellungen und Radiosendungen die den Entwurf über die gesamte Region zur Diskussion stellten und um Mitarbeiterinnen warben. Das rege Interesse an dem Projekt wurde anhand von Unterschriftenlisten, selbst gefertigten Modellen und einem Antrag auf Bauland bei der Stadt eingereicht. Während das Vushtrri Red Black Box Projekt und sein kollaborativer Arbeitsprozess inzwischen einige Förderungen und Preise bekam, beim Hamburger Architektursommer, in London, Berlin, Wien und Prischtina ausgestellt wurde, warten die Frauen des Dorfes nach wie vor auf ein Zeichen ihrer Behörden. Angeblich können diese bis heute nicht herausfinden, wer für den Bauplatz zuständig ist. Der legale Weg ist nicht immer der schnellste. Und auch die Frauen Vushtrris sind inzwischen davon überzeugt, dass es leichter wäre, ihre Londoner Kolleginnen zu bewegen, einfach mit dem Bau zu beginnen, anstatt darauf zu warten, dass verantwortliche Institutionen entstehen, die ihnen erklären, was in Kosova Bauland ist und was nicht.  Baumeister 01/04

 
Who is afraid of public space? - Shirin Homann Saadat / A.Art Gallery Tehran

Andishe Iran Quarterly, Tehran 11/06 (translation from Farsi 09/08)

 

With the break-up of the former Yugoslavia an entire region descended into war - at its end many communities were left devastated, their private and public lives destroyed. In 2000, architect and alternative building methods specialist Maurice Mitchell took a group of London-based architecture students to Kosovo to talk to the people of Pristina and Vushtrri and, working alongside them, to come up with ideas for rebuilding homes, workplaces and public spaces. Rebuilding Community in Kosovo explores how situation-specific architecture and design can evolve from the narratives of the damaged and displaced, to recreate communal space in ways which include designers, builders and end-users. It features student projects in both Pristina and Vushtrri and a chapter written by Shirin Homann-Saadat, who has created a travelling exhibition, The Vushtrri Red Black Box, inspired by her experiences in Kosovo.
CAT Publications, UK 11/03